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Zeit: zu viel oder zu wenig?

Dauer: ca. 60 Minuten

Teilnehmerzahl: bis 15

Alter: ab 14 Jahren

 

Benötigtes Material:

- Uhr/Wecker (mit hörbarem Ticken)

- Papierstreifen (DIN A4, längs halbiert)

- Eddings

- evtl. Wörterbuch

- weiße DIN A4 Blätter

- Stifte

- Reflexionsfragen vorbereitet auf einem Plakat

- ausgedruckte Bilder für „Zeitempfinden“ (viele passende Bilder finden sich durch Google-Bildsuche unter den Stichworten „Uhr“, „Zeit“, „Zeitdruck“)

- Liedtext „Meine Zeit“ für jeden kopiert (steht im Liederbuch „Kreuzungen“, Nr. 295)

- meditative Musik

- evtl. Gitarre

 

Ziele:

- Die Minis setzen sich mit ihrer eigenen Zeiteinteilung auseinander.

- Die Minis spüren ihrem eigenen Zeitgefühl nach.

 

Ablauf:

 

Einleitung

Die Gruppenstunde beginnt mit einem stillen Impuls: In die Mitte des Stuhlkreises stellst du den Wecker/die Uhr und lässt sie einige Sekunden wortlos vor sich hin ticken.

Du nennst das Thema der Gruppenstunde und steigst gleich mit Schritt 1 ein.

 

1. Schritt: (ca. 10 Minuten)

 

Zunächst ist die ganze Gruppe gefragt.

Arbeitsauftrag: „Findet gemeinsam so viele Worte wie möglich, in denen das Wort „Zeit“ vorkommt.“

Du notierst die Worte mit Edding auf die Papierstreifen.

 

Wenn den Minis keine Worte mehr einfallen, erklärst du, dass es nun darum geht, die gefundenen Worte in Positives und Negatives zu trennen. Hierbei wird die Bedeutung der einzelnen Begriffe verdeutlicht. Es kann auch zu Diskussionen unter den Minis kommen, wenn man-che Worte für sie nicht eindeutig zuzuordnen sind.

 

Hilfe:

Zur Sicherheit, falls keine Worte einfallen, kannst du ein Wörterbuch zu Hilfe nehmen und bei „Zeit“ nachschlagen. Mögliche Worte sind z.B.: Zeitdruck, Zeitmessung, Jahreszeit(en), Zeitgeist, Uhrzeit, Zeitverschwen-dung, Freizeit, Zeitvertreib, Zeitplan, Zeitalter, Zeitreise, zeitlos, Zeitpunkt, Zeitersparnis, Zeitmangel, zeit-gleich, Zeitnot,…

 

2. Schritt: (ca. 15 Minuten)

 

Nun bekommt jeder Mini die Möglichkeit, seine eigene Zeiteinteilung darzustellen. Dazu nimmt sich jeder ein weißes DIN A4 Blatt und gestaltet es nach seiner eigenen Ausdrucksweise. Hierbei kannst du leise meditative Musik einschalten.

 

Hilfe:

Du kannst beispielsweise vorschlagen, dass sie

- über die Einteilung ihrer Woche nachdenken und diese in Form eines Stundenplanes aufzeichnen.

- die Zeit des Tages einteilen und diese nach Anteilen in einem Kreisdiagramm aufmalen.

Sicherlich finden die Minis viele kreative, eigene Ideen, wie sie die Zeit in ihrem Leben darstellen können.

 

3. Schritt: (ca. 10 Minuten)

 

Die Minis finden sich jetzt in Zweiergruppen zusammen und tauschen sich über ihre Zeitplanungen aus. Ref-lexionsfragen können dabei sein:

- Was ist mir wichtig? Für was nehme ich mir viel Zeit/kann ich mir viel Zeit nehmen?

- Für was verwende ich am meisten Zeit?

- Für was würde ich am liebsten am meisten Zeit verwenden?

 

4. Schritt: (ca. 5 Minuten)

 

Nach der Zeit des gemeinsamen Austauschens zu zweit, treffen sich alle wieder im Stuhlkreis. Dort hast du bereits die Bilder des Zeitempfindens ausgelegt.

Nach der realen Zeiteinteilung der Minis, soll es in diesem Schritt nun um das subjektive Zeitempfinden gehen. Für jeden hat „Zeit“ eine andere Bedeutung und in unterschiedlichen Situationen empfinden wir dieselbe Zeitspanne als unterschiedlich lang. Um diesem Zeitempfinden auf die Spur zu kommen, bekommen die Minis genügend Zeit, sich die Bilder in Ruhe anzuschauen und sich für eines zu entscheiden, das ihr subjektives Zeitempfinden darstellt.

 

Auswertung (ca. 15 Minuten):

Zur Auswertung versammelst du alle Minis wieder im Stuhlkreis. Jeder darf nun sein ausgesuchtes Bild vor-stellen und kurz darauf eingehen:

- Warum habe ich dieses Bild ausgewählt?

- Wie interpretiere ich das Bild?

- Wie erkenne ich mein Zeitempfinden in dem Bild wieder?

 

Zum Abschluss singt ihr gemeinsam das Lied: „Meine Zeit steht in deinen Händen“.

 

Variante:

Zum Abschluss kannst du auch das Gedicht über die Zeit aus dem Buch Kohelet verwenden (Koh 3, 1-8). Es ist eine schöne Erinnerung, wenn du am Ende jedem Mini eine Kopie des Gedichtes mit nach Hause geben kannst.

 

 

von Hanna Leberer

Eine Methode der Fachstelle Minis Freiburg, www.mehr-als-messdiener.de