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Hebt eure Hand hoch!

„Die Welt ist schlecht und man kann eh nix machen!“ Diese Aktion ruft mit dem Rapper Curse dazu auf, die Dinge selber in die Hand zu nehmen und damit diesem Satz aktiv zu widersprechen.

 

Dauer: 30 – 45 Minuten

Teilnehmerzahl: 8-20

Alter: ab 11 Jahren

 

Benötigtes Material:

- Lied „Hand Hoch“

- Liedtexte in Kopie

- 1 PET-Wasserflasche, gefüllt mit Leitungswasser

- 1 Plastikbecher

- 1 Tablett

- 3,5m lange Paketschnüre je nach Anzahl der Teilnehmer (zwei Minis bekommen eine Schnur)

- Tesa-Krepp

 

Ziele:

- Die Minis erkennen, dass der erste Schritt zur Bewältigung von Missständen in der Gesellschaft, in ihrem Umfeld oder in der Minigruppe, der eigene Einsatz ist.

- Die Minis erkennen, wie wichtig jeder einzelne für Gruppenprozesse ist.

- Durch die Übung machen die Minis die Erfahrung, dass eine Aufgabe, die alleine unlösbar wäre, durch konstruktive Zusammenarbeit lösbar wird.

 

Vorbereitung:

Für diesen Impuls bereitest du zwei Räume vor: Der Raum, in dem der Impuls stattfindet, und der Raum, in dem ihr eine passende Übung macht:

 

Raum für den Impuls:

o CD-Player mit CD vorbereiten

o Decken auslegen oder Stuhlkreis richten  

 

Raum für die Übung:

o in der Mitte: Flasche und Becher auf Tablett

o um das Tablett herum klebst du mit Tesa-Krepp einen Kreis mit

ca. 2,50 m Durchmesser

o Bereitlegen der Schnüre

 

Ablauf:

- Gemeinsames Hören von „Hand hoch“

- Jeder Mini bekommt einen Liedtext.

- Du lädst die Minis ein, sich dieses Lied in Stille anzuhören.

 

Deutung

Du nimmst nun Bezug auf das Lied und vor allem auf folgende Gedanken:

Für Curse ist ein Hauptproblem warum sich nichts verändert: „es gibt so viele, die zweifeln, die meinen, dass sie nichts ändern können“.

 

Lade die Minis ein, kurz über diesen Satz nachzudenken: Inwiefern kennen auch sie das Gefühl, vor einer Situation zu kapitulieren, weil sie zu groß und ausweglos erscheint.

Botschaft von Curse: Es kann sich etwas verändern, „solang wir tun, was wir lieben, solange wir Liebe verbreiten in Freundeskreis und Familie“.

o Ziel ist nicht die romantische Vorstellung, dass wir die Welt im Ganzen verändern könnten, sondern das zu tun, was jedem einzelnen möglich ist.

o Wenn mehrere Menschen das tun, wird Veränderung möglich und spürbar, sowohl im Großen als auch in unserer konkreten Minigemeinschaft.

 

Bitte die Minis am Ende der Deutung in den anderen Raum, um dies selbst zu erleben.

 

Transfer durch gemeinsame Bewältigung einer erlebnispädagogischen Übung

 

Gib den Minis folgende Aufgabenstellung:

Der Plastikbecher muss mit dem Wasser der Plastikflasche gefüllt werden

Folgende Regeln machen die Übung reizvoll:

o Der Kreis aus Tesa-Krepp darf dabei weder übertreten werden noch darf jemand in den Kreis hinein fassen

o Das Tablett darf nicht verschoben werden

o einziges Hilfsmittel sind die bereit gelegten Paketschnüre (zwei Minis bekommen je eine Schnur)

 

Nun bekommen die Minis eine bestimmte Zeitvorgabe (je nach Anzahl der Minis: 5-15 Minuten).

 

Lösungsmöglichkeiten:

 

Möglichkeit 1:

o Die Minis bilden mit den Schnüren ein Netz, in das hinein die Fla-

sche gekippt wird.

o So wird die Flasche zum Becher transportiert.

o Durch Anheben der Seite, auf der der Flaschenboden ruht, wird Wasser in den Becher geschüttet

 

Möglichkeit 2:

o Mehrere Minis wickeln ihre Schnüre um den Flaschenhals

o Nun heben sie die Flasche an und transportieren diese zum Becher

o Vier Minis kippen mit ihren Schnüren die Flasche, indem sie die Flaschenunterseite anheben.

 

Abschluss

Fasse am Ende der Übung das Erlebte zusammen: Es gibt Dinge, die erscheinen alleine unmöglich. Erst wenn mehrere Personen mithelfen, kann dies gelingen.

Gib den Minis den Wunsch mit, dass es ihnen an diesem Tag/in der folgenden Woche gelingt, kleine Dinge zu ändern, die dann eine große Wirkung haben können.

 

Methodenhinweis:

Plane auch den Misserfolg der Übung ein. Auch Scheitern gehört zum Leben dazu. Auch wenn viele das glei-che wollen, kann es passieren, dass es nicht funktioniert, vielleicht weil die Abstimmung nicht funktioniert hat.

Weiterführender Hinweis:

Du kannst diesen Impuls auch als Auftakt verwenden, um über eure Zusammenarbeit in der Minigruppe oder im Leitungsteam ins Gespräch zu kommen.

 

 

von Daniel Dombrowsky

Eine Methode der Fachstelle Minis Freiburg, www.mehr-als-messdiener.de