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Fastenzeit

VORSCHLAG 1
 
Fasten-Tabu:
Um thematisch einzusteigen, spielt mit den Kindern „Tabu“ zum Thema Fastenzeit. Schreibt ein paar Stichworte, die euch zur Fastenzeit einfallen, einzeln auf Zettel.
 
Zum Beispiel:
 
- 40 Tage
 
- Ostern
 
- Süßigkeiten
 
- violette Gewänder
 
- Enthaltsamkeit.
 
 
Spielablauf: Immer ein Gruppenkind zieht einen Zettel und muss den Begriff darauf erklären, aber ohne ihn zu nennen. Die anderen Kinder müssen erraten, was gemeint ist. Ihr könnt die Zeit zum Erraten begrenzen, um etwas mehr Action ins Spiel zu bringen.
 
Eine weitere Steigerungsmöglichkeit (zum Beispiel für ältere Gruppenkinder) ist, dass ihr die Begriffe pantomimisch darstellen lasst.
 
    
Schreibgespräch:
 
Damit die Kinder auch etwas Eigenes zum Thema beitragen können, eignet sich gut die Methode des Schreibgesprächs.
 
Bereitet dazu ein paar Plakate vor, auf denen Fragen oder Anregungen stehen.
 
Das kann zum Beispiel sein:
 
Was bedeutet Fasten?
 
Was ist Fastenzeit?
 
Wie findest du Fasten?
 
Fastest du, wenn ja was?
 
Legt diese Plakate an verschiedenen Orten im Raum aus.
 
  
Alle Gruppenkinder können zu den verschiedenen Themen etwas schreiben. Geschriebenes darf auch wieder kommentiert werden.Das ist für euch und für die Kinder interessant. So erhaltet ihr und auch die Gruppenkinder neue Anregungen und Gedanken.
 
  
Abschluss:
 
Als schönes Ende könnt ihr die Eindrücke der Kinder beim Schreibgespräch erfragen und euch erkundigen, was sie in ihrer Fastenzeit so machen. Entlasst sie dann mit dem Gedanken, wie vielfältig und interessant Fasten und die Fastenzeit sein kann.
 
  

Von Daniel Wolfgarten

  
 
  
 
VORSCHLAG 2
 
Kocht zusammen ein ganz einfaches Fastenessen, entweder für euch als Gruppe oder als Ministrantenaktion für die Kirchengemeinde. Hier das Rezept für eine leckere Gemüse-Quinoa-Pfanne (4 Personen):
 
Zutaten
 
- 2 Stangen Lauch
 
- 2 rote Paprikaschoten
 
- 300 g Möhren
 
- 2 Zwiebeln
 
- 200 g Bio-Quinoa
 
- 3 EL Olivenöl
 
- 300 ml Gemüsebrühe
 
- 300 g Tiefkühl-Erbsen
 
- 2 Eier
 
- 100 g frisch geriebener Gouda
 
- Salz
 
- Pfeffer aus der Mühle
 
- 1 Bund gehackte glatte Petersilie
 
  
Das Gemüse waschen und putzen. Den Lauch in Ringe, die Paprika in Würfel und die Möhren in Scheiben schneiden.
Die Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Quinoa in einem Sieb heiß waschen.
Die Zwiebelwürfel in Öl andünsten. Den Lauch, die Paprika und die Möhren zufügen und circa fünf Minuten mitdünsten.
Quinoa zugeben, die Brühe angießen und circa 15 Minuten köcheln lassen.
Dann die Erbsen dazu und weitere fünf Minuten köcheln.
Die Eier verquirlen, den Käse unterrühren und mit Salz & Pfeffer nach Belieben würzen. Diese Mischung über das Gemüse geben und mit Deckel weitere fünf Minuten stocken lassen.
Mit Petersilie anrichten und dann genießen! Dazu passt gut ein gemischter Salat ...
 
  
 
  
VORSCHLAG 3
 
Nun einige Vorschläge, wie das Thema „Fasten“ kreativ und praktisch in die Gruppenstunden passt.
 
  
1. Einstieg mit einer Ideensammlung
 
Was fällt dir spontan ein, wenn du das Stichwort „40 Tage“ hörst?
 
  
Hier einige meiner Ideen...
 
- 40 Tage
 
- sind zwischen Aschermittwoch bis Karsamstag
 
- eine biblische Zahl
 
- so lange dauerte die Sintflut
 
- fasten
 
- wanderte Elia durch die Wüste
 
- sind eine ganz schön lange Zeit
 
- verbrachte Moses auf dem Sinai
 
- sind zwischen Ostern und Christi Himmelfahrt
 
- fastete Jesus in der Wüste
 
- Zeit sich auf den Weg machen
 
Die Teilnehmer können ihre Ideen einfach einbringen. Oder du lässt sie erst einmal aufschreiben, was ihnen einfällt, und ihr diskutiert hinterher darüber. Das Ganze lässt sich auch als Spiel verpacken. Gib deinen Teilnehmern eine bestimmte Zeit vor. Wer am Schluss die meisten passenden Ideen zum Stichwort „40 Tage“ hat, ist der Sieger.
 
  
 
2. Vertiefung „Buchstabieren“
 
Was ist Fastenzeit? Das ist hier die Frage. Buchstabiere Fastenzeit für dich durch.
 
  
Jeder nimmt sich einen Stift und ein Blatt Papier und du stellst die Frage in den Raum: Wie buchstabierst DU für dich Fastenzeit?
 
Hier ein kleines Beispiel:
 
F - air sein
 
A - ufatmen
 
S - tille auskosten
 
T - olerant sein
 
E - rholen
 
N - achdenken
 
Z - eit für MICH
 
E - ntspannen
 
I - nspiriend
 
T - eilen
 
Wenn alle durchbuchstabiert haben, könnt ihr euch in der Gruppe über eure ganz persönliche Bedeutung von Fastenzeit austauschen.
 
  
3. Vertiefung „Neue Wege gehen“
 
Neue Wege gehen ... Aufbrechen - Pack deine sieben Sachen und los geht‘s: Eine Einladung sich auf den Weg zu machen und neue Wege zu gehen.
 
  
Du lädst als Gruppenleiter die TeilnehmerInnen ein, sich auf etwas NEUES einzulassen. Die Gruppe läuft los, ohne das Ziel zu kennen, DENN: Der Weg ist das Ziel. Es müssen nicht besonders viele Kilometer gelaufen werden. Es soll NIX erzwungen werden ... Mal gelingt es besser, mal gelingt es eben nicht ganz so gut. Jeder macht mit, so gut es ihm möglich ist. Es ist schon GENUG, wenn sich die Gruppe auf den Weg macht!
 
An einem geeigneten Platz wird an alle der Impulstext, Papier und Stifte ausgeteilt. Gemeinsam wird der Text gelesen, reihum jeder einen Teil. Danach suchen sich alle ein Plätzchen und schreiben ihre Gedanken zu den Impulsfragen auf.
 
 
Impulstext: Neue Wege gehen ...
 
Ich packe meinen Rucksack,
 
ziehe meine Schuhe an
 
und laufe los.
 
Ganz ohne Plan setze ich mich
 
in Bewegung.
 
Ich verlasse meinen ausgetretenen
 
Trampelpfad durchs Leben.
 
Tausche ihn mal
 
gegen eine breite Straße,
 
einen steilen Aufstieg auf einen Hügel,
 
eine wackelige Brücke über einen
 
reißenden Fluss
 
oder einen schmalen Klettersteig
 
in luftiger Höhe.
 
Ich finde mich in einer Sackgasse wieder,
 
es läuft nicht immer alles rund ...
 
ich dreh um,
 
laufe ein Stück zurück und entdecke einen kleinen Wegweiser.
 
Völlig versteckt und auf den ersten Blick nicht zu erkennen,
 
zeigt er mir den Weg,
 
die richtige Richtung.
 
Diesen Umweg nehme ich in Kauf,
 
damit es weitergeht
 
auf meinem recht holperigen Weg.
 
Unterwegs auf meinem Weg
 
versperrt mir so mancher Stolperstein den Weg.
 
 
 
Impulsfragen:
 
Ich setze mich an einen geeigneten Platz komme zur Ruhe und überlege mir ...
 
Wohin solls in meinem Leben gehen?
 
Was ist mir wichtig?
 
Was kommt zuerst, was danach?
 
Was möchte ich ändern?
 
Was tut mir an Leib und Seele gut?
 
   
 
Es tut gut miteinander unterwegs zu sein und in Bewegung zu kommen. Auf dem Rückweg können sich die Teilnehmer paarweise - falls gewünscht - über ihre Antworten zu den Impulsfragen austauschen.
 
   
 
4. Vertiefung „Verzichtsplakat“
 
Auf was könnte man verzichten in der Fastenzeit? Überlegt es euch, sammelt in der Gruppe eure Ideen und gestaltet mit dem Material euer ganz eigenes Verzichtsplakat.
 
   
Hier einige Ideen:
 
40 Tage
 
ohne Schokolade
 
ohne Lügen
 
ohne Alkohol
 
ohne Facebook
 
ohne Fernseher
 
ohne E-Mails
 
ohne Ausreden 
 
ohne Kaffee   
 
ohne Handy
 
ohne Verschwendung
 
ohne Zigaretten
 
ohne Umweltverschmutzung
 
ohne Telefon
 
ohne Auto
 
ohne Flüche  
 
ohne Neid      
 
ohne Radio
 
   
 
5. Vertiefung „Mach‘s wie Petrus“
 
Mach‘s wie Petrus. Ein kleiner Impuls zur Bibelstelle Mt 14,26 ff für eine Gruppenstunde zum Thema FASTEN
 
- Geeignet für ältere Minis -
 
   
Lies gemeinsam mit deinen Minis die Bibelstelle durch und redet über die Geschichte von Petrus.
 

Petrus will im Blick auf Jesus etwas Neues wagen. Daher steigt er aus dem Boot und geht übers Wasser.
Das Boot, in dem Petrus sitzt, ist ein Symbol für seine Arbeit, seinen Alltag, nichts Außergewöhnliches.
Nach seinem Ausstieg aus dem Boot konnte Petrus über das Wasser gehen. Er konnte es nur so lange er sich von IHM gerufen fühlte, so lang er auf Jesus schaute und sich von IHM gehalten fühlte.
 
  
Machs wie Petrus ...
 
und werde ein Aussteiger!
 
 
Fasten kann ein Ausstieg sein ...
 
…aus Sattheit
 
…aus Abhängigkeiten
 
…aus dem alltäglichen Lärm
 
…aus Konsum
 
…aus Getrieben-Sein und der Hektik
 
…aus aller Routine und Zwängen
 
    
 
Aussteigen

und sich Zeit nehmen ...
 
…für einen Schwatz übern Gartenzaun
 
…für einen aufgeschobenen Besuch
 
…für ein Gebet
 
…für ein längst fälliges Telefonat
 
…für ein gutes Buch
 
…für ein Treffen mit Freunden
 
…für einen Tagesausflug in die Natur
 
…für einen Augenblick Stille
 
  
Das Aussteigen aus dem alltäglichen Trott kann heilende Kräfte in uns freisetzen.
Aussteigen kann uns einen neuen Weg aufzeigen zur inneren Zufriedenheit.
Fasten ist eine Möglichkeit neue Erfahrungen mit sich selbst und seinen Mitmenschen zu machen.
 
   
 
WEITERE IDEEN FÜR DIE FASTENZEIT
 
- Gemeinsam ein Fastentuch malen
 
- Konserven und langhaltbare Lebensmittel für den Tafelladen sammeln (in manchen Kirchen stehen dazu Sammelkisten)
 
- Besuch bei der Caritas vor Ort
 
- Mithilfe im Tafelladen
 
  
 
 

Von Corinna Ludwig