Menü Meta Schließen

Impulse beim Anblick Roms

Petersdom

„Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen.“ 

Diese Worte Jesu können wir in der Bibel beim Evangelisten Matthäus (Mt 16,18) als Antwort auf das Bekenntnis des Petrus lesen: „Du bist der Christus, 

der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16)

Diese Worte befinden sich in zwei Meter hohen, lateinischen Buchstaben in der Kuppel des Petersdoms. Ein Blick innerhalb der Kirche nach oben lohnt sich also.

Aber wie kann Jesus das zu Petrus sagen, zu genau dem Petrus, der immer wieder zweifelt, ihn verleugnet und den er immer wieder retten muss?

Mit Sicherheit: Petrus ist kein fehlerfreies, perfektes Vorbild im Glauben. Doch gerade das kann ihn für uns so sympathisch, 

so vorbildhaft machen. Denn wie für Petrus gab und gibt es für uns „Hochs im Glauben“, in 

denen wir leicht unseren Glauben in Wort und Tat bekennen. Aber auch die „Tiefs im Glauben“ waren für Petrus und sind für uns nichts Unbekanntes.

Wir alle brauchen (wie Petrus) das im Glauben bestärkende Gespräch, die Erfahrung Glauben in Gemeinschaft zu erleben. 

Wir alle brauchen immer wieder die Gewissheit, dass wir trotz unserer Fehler und Schwächen, trotz unsere Unsicherheiten und Zweifel von Gott angenommen, 

getragen und geliebt sind. 

Wir alle brauchen immer wieder die rettende, helfende und stärkende Hand Gottes, die für unser Leben der feste Untergrund sein will. 

Im Vertrauen darauf können wir uns immer wieder neu gegenseitig bestärken. Auf diese Weise können wir Fels  für den anderen, dieandere, sein: 

Du, wir alle, sind Petrus, der Fels, auf dem Gott seine Kirche weiterbauen will.

Im Pantheon: 

„Es öffnete sich der Himmel!“ 

Im Pantheon ist es nie ganz ruhig, immer sind dort viele Menschen mit Kamera und besuchen dieses antike Gebäude. Darüber vergisst man manchmal beinahe, 

dass es sich um eine Kirche handelt. Eine Kirche mit offenem Blick in den Himmel. Das gibt im folgenden Impuls zu denken. 

Gedanken zur Situation

Das Pantheon ist eines der ältesten Gebäude in Rom und gleichzeitig so gut erhalten. Schon immer war es ein Ort des Gebetes: 

zunächst für die vielen Götter der römische Religionen, dann als christliche Kirche, in der zu unserem Herrn und Gott gebetet wird. 

Jeder, der diese Kirche betritt wirft einen Blick nach oben – denn dort ist der beeindruckendste Teil dieser Architektur zu sehen: das Loch in der Kuppel. 

Und dieses Loch in der Kuppel der Kirche gibt den Blick frei: in den Himmel. Dieser freie Blick in den Himmel erinnert an mehrere biblische Erzählungen, 

ganz besonders aber an die folgende. Senti! 

Schriftlesung: Markus 1,9-11

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, 

dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.  Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, 

an dir habe ich Gefallen gefunden. 

Impuls 

Als Jesus sich von Johannes taufen lässt, öffnet sich der Himmel. Er bricht auf und gibt sein größtes Geheimnis preis, indem Gottes Stimme zu Jesus spricht: 

„Du bist mein geliebter Sohn!“ 

Jedem einzelnen Christen hat Gott dies in der Taufe zugesagt: Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter! Du bist gewollt und geliebt! 

Ich brauche dich in dieser Welt!

An die eigene Taufe können sich vermutlich die wenigsten von uns noch erinnern. Sicher gibt es dafür aber andere Situationen in deinem Leben, in denen du das Gefühl hattest, 

plötzlich öffnet sich der Himmel und gibt dir dieses Geheimnis preis: Du bist ein geliebtes Kind Gottes, er ist bei dir, er begleitet dich in deinem Leben.

Impulsfragen 

Welche Situationen, in denen sich der Himmel für dich geöffnet hat, gibt es in deinem Leben? 

Kannst du Gottes „Ich liebe dich“ annehmen? Kannst du dich selbst liebend annehmen? 

Was bedeutet es für dich, von Gott geliebt zu werden? 

Segensbitte

Guter Gott, 

du öffnest den Himmel für uns 

du öffnest den Himmel in uns 

du ermöglichst uns für andere den Himmel zu öffnen. 

Segne und begleite uns dafür, 

Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.