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Der Leuchterdienst

Der Leuchterdienst

In der Kirche werden verschiedenste Kerzen bzw. Lichter verwendet. Bereits bei der Taufe erhält der Täufling meist eine Taufkerze, zur Kommunion gibt es eine Kommunionkerze und bei der Hochzeit wird den Eheleuten oft eine Hochzeitskerze überreicht. All diese Kerzen sowie die Kerzen, die während eines Gottesdiensts brennen z.B. das Ewige Licht und besonders die Osterkerze, haben in ihrer Bedeutung etwas gemeinsam. Sie sollen symbolisieren, dass Jesus das Licht der Welt ist. Er, Jesus, ist gestorben und am dritten Tag auferstanden; das feiern wir ja in der Osternacht, wenn die Osterkerze am Osterfeuer entzündet wird, von der aus dann alle weiteren Kerzen der Kirche entzündet werden. 

Früher wurden die Kerzen zur Beleuchtung eingesetzt, durch das elektrische Licht sind sie jedoch großteils ersetzt worden und werden heute eher zur Erzeugung einer stimmungsvollen Atmosphäre verwendet. Doch, wie ist das mit den Leuchtern, die während dem Verlesen des Evangeliums getragen werden, könnten diese nicht auch einfach durch elektrische Leselampen am Ambo ersetzt werden?

Nein, denn durch euren persönlichen Leuchterdienst rahmt ihr das Wort Gottes, das Evangelium ein! Denn Jesus Christus sagt: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14). Deshalb ist es wichtig, dass ihr als Repräsentanten eurer Gemeinde neben dem Ambo steht. Ihr zeigt, dass Gott auch während der Verkündung des Evangeliums da ist, zu euch spricht und als seine Flamme des Lichtes in uns wohnt wenn wir an ihn glauben! 

Der Leuchterdienst läuft in jeder Gemeinde sicher ein wenig anders ab. Im Allgemeinen werden jedoch meist zwei Minis für diesen Dienst eingeteilt. Sie tragen die Leuchter beim Ein- und Auszug und stellen sie während dem Gottesdienst z.B. zum Altar oder Ambo. Während der Verkündung des Evangeliums halten die Leuchterminis die Leuchter am Ambo. In manchen Gemeinden findet vor dem Halleluja-Ruf eine kleine Prozession mit Pfarrer und Lektionar zum Ambo statt. 

 

von Michael Kleemann