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Mein Traum von einer neuen Kirche

Du brauchst: 

Decken 

Plakate und Stifte 

Je nachdem wie kreativ ihr seid: 

Fotokameras, Klamotten zum 

Verkleiden,… 

Evtl. leere Kartons 

 

Einstieg

Bevor es losgeht, kannst du im Raum Decken verteilen, sodass es sich jeder bequem machen kann. Zu Beginn der Gruppenstunde ist es gut, wenn du deinen Minis ein bisschen Zeit gibst vom Alltag abzuschalten und in euerer Gruppe anzukommen. Dafür reicht oft schon, wenn ihr einfach eine Erzählrunde macht, indem jeder kurz erzählen darf, wie es ihm gerade geht und was ihn zurzeit beschäftigt. Macht es euch gemütlich und hört, wer alles da ist. Danach könnt ihr gemeinsam starten. 

Fantasiereise 

Da ihr es euch schon bequem gemacht habt, kannst du direkt mit folgender Fantasiereise starten. Bitte deine Minis eine Position einzunehmen, in der sie ein paar Minuten entspannt sitzen/liegen können. Damit alle zur Ruhe kommen können, kannst du den Minis ein paar Sekunden Zeit geben ihre Augen zu schließen und bewusst auf ihren Atem zu achten. Wenn du das Gefühl hast, dass alle bereit sind, kannst du langsam die Fantasiereise vorlesen: 

Stellt euch vor, ihr sitzt genau in dieser Runde in eurem Gemeindesaal. Alle sind schon ganz aufgeregt, denn heute habt ihr Großes vor! Ihr habt die einmalige Chance eine Reise in die Zukunft zu machen. Eine riesige U-Boot-ähnliche Maschine steht vor euch. Ihr geht einmal um sie herum und betrachtet sie von allen Seiten. Ganz schön groß! Aber das muss sie ja auch sein, schließlich wollt ihr alle einen Blick in die Zukunft wagen. Plötzlich geht eine Tür auf und ein Forscher winkt euch freundlich zu. Es ist alles vorbereitet und die Reise kann losgehen. Mit einer Mischung aus Nervosität, Neugier und einer gehörigen Portion Vorfreude klettert ihr gemeinsam in die Maschine. Nachdem alle ihren Platz gefunden haben und mit Gurten gesichert sind, lässt das Forscherteam noch einen letzten prüfenden Blick durch die Runde schweifen und dann geht es auch schon los! Wie in einer Achterbahn saust ihr durch die Zeit. Schon nach wenigen Sekunden werdet ihr merklich langsamer und die Zeitmaschine setzt zur Landung an. 

Kurze Zeit später wird die Tür entriegelt und ihr dürft Zukunftsluft schnuppern. Vorsichtig wagen die Ersten die Welt außerhalb der Zeitmaschine zu betreten. Schnell stellt ihr fest, dass ihr vor eurer Kirche steht. Neugierig schaut ihr euch um. Wie sieht eure Kirche im Jahr 2030 aus? Hat sich etwas an den Gebäuden verändert? 

Aufgeregt läuft ein Teil der Gruppe zum Eingang eurer Kirche. Plötzlich fangen die Kirchenglocken an zu läuten. Als ihr euch vom ersten Scheck erholt habt, schmunzelt ihr. Die Glocken haben es wohl bis ins Jahr 2030 geschafft. Einer der Minis winkt alle aufgeregt zu sich herüber. Offenbar fängt hier gleich ein Gottesdienst an! Gespannt betretet ihr eure Kirche und schaut euch in Ruhe um. Sieht alles noch genauso aus wie 2017? Gibt es noch Orgel und Bänke? Ihr sucht euch einen Platz aus und kurz darauf geht der Gottesdienst auch schon los. Passt genau auf! Fällt euch etwas auf, was sich verändert hat? Fehlt euch etwas? 

Neugierig verfolgt ihr das Geschehen, sodass der Gottesdienst wie im Fluge vergeht. Als ihr die Kirche wieder verlasst, drängen euch die Forscher schon wieder zum Einsteigen, denn eure Zeit in der Zukunft neigt sich dem Ende. Deshalb klettern alle schnell in die Zeitmaschine und es geht wieder in das Hier und Jetzt. 

Die Zeitmaschine landet und ihr öffnet langsam wieder die Augen und vergewissert euch, dass ihr wieder im Jahr 2017 angekommen seid. 

Ideen über Ideen 

Nach dieser Fantasiereise haben deine Minis bestimmt ganz viele Ideen davon, wie ihre Kirche in Zukunft aussehen soll.

Lade deine Minis dazu ein, ihre Gedanken mit den anderen zu teilen. Dafür hast du ganz verschiedene Möglichkeiten: 

Schreibt die Vorstellungen der 

Zukunftskirche auf ein großes Plakat oder malt eure Ideen 

Spielt eure Ideen in einem kleinen Rollenspiel nach 

Auch in Standbildern, Fotostrecken oder pantomimisch könnt ihr eure Visionen darstellen

Am Besten lässt sich diese Aufgabe in Kleingruppen mit 4-5 Personen meistern. Auch hier sind eurer Fantasie bzw. Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass du dabei den zeitlichen Rahmen deiner Gruppenstunde im Blick hast, sodass du am Schluss noch genug Zeit hast, damit alle ihr Ergebnis präsentieren können und ihr darüber sprechen könnt. Aber nicht nur du hast dir mit deinen Minis Gedanken zu einer zukünftigen Kirche gemacht. In unserer Diözese gibt es seit 1991 das sogenannte Jugendforum. Dies findet ungefähr alle fünf Jahre statt und soll Jugendlichen mit Kirchenleitung in Kontakt bringen. Dabei dürfen Jugendliche ihre Vorstellungen von einer zukunftsfähigen Kirche ins Gespräch bringen. Jedes Mal werden dabei Vereinbarungen getroffen, die bis zum nächsten Jugendforum verwirklicht werden sollen. 

Und wie geht das jetzt weiter? 

Ganz im Sinne des #jugendforums kannst du mit deinen Minis überlegen, was sich von euren Ideen wirklich in die Tat umsetzen lassen kann und wo ihr etwas bewegen könnt. Themen wie zum Beispiel andere Gottesdienstzeiten oder mehr Jugendgottesdienste könnt ihr mit allen thematisieren, die in eurer Gemeinde für die Jugend zuständig sind. Es freuen sich bestimmt alle über eure Ideen.

Wenn ihr das Ganze festhalten wollt, könnt ihre eure Ideen auf leere Kartons schreiben und daraus eine (neue) Kirche bauen. Oder wie wäre es, wenn ihr z.B. zu einer offenen Gesprächsrunde in eurer Gemeinde einladet, denn schließlich stellt sich jeder die Kirche anders vor. 

Abschluss 

Nach dieser kreativen Phase, in der ihr gemeinsam euch alle Ideen anschauen konnten und eventuell sogar einige konkrete Pläne entstanden sind, ist es schön sich nochmal gemeinsam zu sammeln. Mit folgendem arabischen Sprichwort kannst du deine Gruppenstunde ausklingen lassen: 

„Willst du dein Land verändern, verändere deine Stadt.

Willst du deine Stadt verändern, verändere deine Straße.

Willst du deine Straße verändern, verändere dein Haus. 

Willst du dein Haus verändern, verändere dich selbst.“ 

Gemeinsam könnt ihr zum Beispiel noch dieses Gebet sprechen: 

Guter Gott,

es gibt so viele Menschen auf der Welt, die auf dich vertrauen. Jeder hat seine ganz eigene Vorstellung davon, wie deine Kirche aussehen soll. Lass uns gemeinsam an deiner Kirche bauen, in der wir uns alle heimisch fühlen dürfen und jeder seine eigenen Träume einbringen kann. 

Amen 

von Lena Oberlader