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Weihrauchquiz

Das Rauchfass kommt in der Kirche bei allen großen Festen zum Einsatz. In diesem Quiz könnt ihr aber zu jeder Zeit, zum Beispiel in einer Gruppenstunde, euer Wissen rund um das Thema Weihrauch testen.
 
 
 
1. Wie viel Weihrauch kann bei der Harzausbeute eines Weihrauchbaumes gewonnen werden?
 
   
a)   0,5-1 kg
 
b)   3-10 kg
 
c)    22-30kg
 
d)   40-50 kg
 
  
 
2. Wie kann man das Weihrauchfass auch nennen?
 
  
a)   Coenaculum
 
b)   Viaticum
 
c)    Thuribulum
 
d)   Depositum
 
  
 
3. Wann ist die Qualität des Weihrauch-Harzes am besten?
 
  
a)   Beim ersten Erntevorgang
 
b)   Drei Wochen später
 
c)    Fünf Monate später
 
d)   Nach einem Jahr
 
  
 
4. Wie nennt man das Verbrennen von Weihrauch im Kirchenraum?
 
  
a)   Imprägnieren
 
b)   Inzensieren
 
c)    Inszenieren
 
d)   Insistieren
 
  
 
5. Wie nannten die alten Ägypter die Harzperlen?
 
  
a)   Schweiß der Götter
 
b)   Tränen der Götter
 
c)    Atem der Götter
 
d)   Schmuck der Götter
 
  
 
6. Was ist der offizielle Name des Minis, der das Schiffchen mit dem Weihrauch trägt?
 
  
a)   Navikular
 
b)   Zeroferar
 
c)    Akolyth
 
d)   Thuriferar
 
 
 
 
7. Wie viel wiegt das größte transportable und schwenkbare Weihrauchfass?
 
  
a)   90 kg
 
b)   120 kg
 
c)    150 kg
 
d)   180 kg
 
  
 
8. Bei welchem Teil des Gottesdienstes kann der Weihrauch zum Einsatz kommen?
 
  
a)   Vor der ersten Lesung
 
b)   Bei der Wandlung
 
c)    Beim Schluss-Segen
 
d)   Zum Glaubensbekenntnis
 
  
 
9. Warum war zu Beginn des Christentums die Verwendung des Weihrauchs nicht üblich?
 
  
a)   Es wurde zur Verehrung des Kaisers verwendet.
 
b)   Der Weihrauch war zu teuer.
 
c)    Es wurde zur Verdrängung des Kloakengestankes verwendet.
 
d)   Zu der Zeit war Salböl weiter verbreitet.
 
  
 
 
Lösung 1 b)
 
Die Harzausbeute pro Weihrauchbaum hängt von Alter, Größe und Zustand des Baumes ab und liegt zwischen 3 bis 10 kg Harz.
 
  
Lösung 2 c)
 
Thuribulum kommt aus dem Lateinischen von turibulum = Weihrauchpfanne, -altar. Davon wird auch der Name des Trägers abgeleitet: Thuriferar.
 
  
Lösung 3 b)
 
Zwischen Ende März und Anfang April beginnt die Weihrauchproduktion, die über mehrere Monate andauert. Dabei werden den Bäumen Schnitte an Stamm und Ästen zugefügt. Der erste Erntevorgang ergibt nur ein sehr minderwertiges Harz, welches früher weggeworfen wurde, heute allerdings vermarktet wird. Erst drei Wochen später wird eine annehmbare Qualität geerntet, die mit den weiteren Wochen immer besser und reiner wird.
 
  
Lösung 4 b)
 
Abgeleitet aus dem lateinischen Wort incendere für anzünden nennt man das Verbrennen von Weihrauch auch inzensieren.
 
  
Lösung 5 a)
 
In den verschiedenen Epochen der ägyptischen Pharaonen wurde Weihrauch bei vielen Kulthandlungen und bei der Mumifizierung verwendet. So nannten die alten Ägypter die Harzperlen des Weihrauchs den „Schweiß der Götter“. Viele andere antike Religionen sowie der orientalische und römische Herrscherkult verwendeten ebenfalls Weihrauch.
 
  
Lösung 6 a)
 
Da das Gefäß zur Aufbewahrung des Weihrauchs an ein kleines Schiff erinnert, heißt der Träger Navikular. Dieses Wort kommt aus dem Lateinischen, dort heißt navis nämlich Schiff.
 
  
Lösung 7 d)
 
Das größte transportable und schwenkbare Weihrauchfass ist nach eigenen Angaben im Besitz des Bischöflichen Jugendamtes der Diözese Augsburg. Das Fass aus Edelstahl ist drei Meter hoch, hat einen Durchmesser von 1,5 Metern und wiegt 180 kg. Es wurde anlässlich des diözesanen Minitages 1998 erbaut und unter anderem bei Katholikentagen und der internationalen Ministrantenwallfahrt 2001 (Papst Johannes Paul II legte selbst Weihrauch nach) eingesetzt.
 
  
Lösung 8 b)
 
Heute wird Weihrauch als Zeichen des stummen Gebetes angesehen. Eine Aufgabe des Weihrauchs ist es, die Feierlichkeit des Geschehens sichtbar zu machen.
 
Meistens wird daher zu Beginn der Messe und vor dem Hochgebet der Altar beweihräuchert. Außerdem wird Weihrauch zum Inzensieren des Evangeliars und der Gaben bei der Wandlung verwendet.
 
  
Lösung 9 a) und c)
 
Kaisern und Statthaltern wurde beim Einzug in eine Stadt Weihrauch vorangetragen - als Zeichen der Verehrung, aber auch zur Verdrängung des Kloakengestanks. Die römischen Kaiser ließen sich als „Dominus et Deus“ („Herr und Gott“) verehren und verlangten Rauchopfer vor ihrem Bild. Die frühen Christen lehnten diese göttliche Verehrung des Kaisers ab und mussten dafür Verfolgungen erdulden. Aus diesen Gründen war der Weihrauch in der christlichen Liturgie zunächst verpönt. Erst mit zeitlichem Abstand zur Christenverfolgung und mit der Übernahme von Elementen des römischen Kaiserkultes in den christlichen Gottesdienst wurde der Weihrauch akzeptiert.
 
  
 
  
Von Rebekka Breimaier und Rebecca Löhr