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Schnitzeljagd mit Sternennavigation

Du brauchst:
• Windlichter oder Grablichter
• Karteikärtchen
• Filzstift
• Punsch in Thermoskannen
• Becher
• Plätzchen oder ähnliches

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg!“ Sicher kennst du dieses Sternsingerlied. Aber hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, selbst den Sternen zu folgen? Daraus kannst du eine spannende Schnitzeljagd für deine Minis basteln. Auf den nächsten Seiten zeigen wir dir, wie das geht.

Zuerst ein bisschen Hintergrundwissen:

Wie die Sonne am Tag, bewegen sich auch die Sterne in der Nacht am Himmel. Da wir auf der Nordhalbkugel der Erde wohnen, ziehen die Sterne von Osten über Süden nach Westen. Der Sternenhimmel verändert sich also im Laufe der Nacht immer wieder.

Je nach Jahres- und Uhrzeit sind am Nachthimmel unterschiedliche Sternbilder zu sehen. Im Dezember sind das bei uns am frühen Abend zum Beispiel Kassiopeia, der Schwan oder Pegasus.

Die App Sternatlas ist kostenlos. Sie zeigt dir die Namen der Sterne oder der Sternbilder an, auf die du dein Smartphone richtest.

Fast gar nicht bewegt sich der Polarstern. Er wird deshalb als Fixstern bezeichnet. Ziehst du eine senkrechte Linie vom Polarstern zum Horizont, endet diese im Norden. Der Polarstern befindet sich an der Deichselspitze des Sternbilds Kleiner Wagen. Manche nennen das Sternbild auch Kleiner Bär. Falls du den Polarstern nicht gleich findest, kannst du auch ein anderes Sternbild zu Hilfe nehmen. Es heißt Großer Wagen und ist ein Teil des Großen Bärs. Zwei Sterne bilden die Rückwand des Wagens. Verbindest du diese beiden und verlängerst die Linie dann fünfmal nach oben, kommst du beim Polarstern an.
Auch die Südrichtung lässt sich über ein Sternbild finden. Es heißt Orion und ist vor allem im Winter gut zu sehen. Der Jäger Orion trägt einen Gürtel aus drei Sternen. An diesem hängt sein Schwert, ein kleiner Sternennebel. Dieses Schwert steht immer im Süden.

Auf www.andromedagalaxie.de kannst du dir für jede Jahreszeit den Sternenhimmel anzeigen lassen. Für eine Gruppenstunde Anfang Dezember eignet sich die Herbstkarte. Diese zeigt den Sternenhimmel am 15. September um Mitternacht. Der entspricht dem Stand am 1. Dezember um 19:00 Uhr abends. Auf der Website bekommst du auch Hintergrundinformationen zu den einzelnen Sternen und Sternbildern. Außerdem wird dort beschrieben, wann welcher Planet wo zu sehen ist.

Jetzt zur Praxis:

Bevor es losgeht …
Überlege dir eine Route für die Schnitzeljagd. Die führt am besten über freie Felder, wo deine Minis die Sterne gut sehen können.
Stelle an jeder Wegkreuzung ein Windlicht auf, unter dem du ein Kärtchen festklemmst. Auf dem Kärtchen steht zum Beispiel: „Folgt dem Polarstern bis zur nächsten Kreuzung.“ Oder „Nehmt den Weg unter Kassiopeia.“ So werden deine Minis von einem Licht zum nächsten geschickt.
Die Kärtchen kannst du entweder mit Hilfe der Sternkarten vorbereiten. Oder du läufst die Strecke selbst ab. Dabei suchst du an jeder Kreuzung ein passendes Sternbild aus. Beachte, dass der Sternenhimmel sich verändert. Das Ablaufen solltest du also möglichst wenige Tage vorher zur selben Uhrzeit machen.
Informiere die Eltern darüber, dass die Gruppenstunde draußen stattfindet. Die Kinder sollen sich warm genug anziehen.


Wenn es losgeht …
Beginne die Gruppenstunde mit einem Anschuggerle oder einem Impuls. Ideen hierfür findest du in dieser [a‘ha:]. Falls euer Treffpunkt in einem hellen Wohn- oder Industriegebiet liegt, geht gemeinsam das erste Wegstück. Sobald es um euch dunkel genug ist, betrachtet gemeinsam den Sternenhimmel. Welche Sterne leuchten besonders hell? Welche haben besondere Farben? Welche Sternbilder kennen deine Minis schon? Bereite sie so auf die späteren Aufgaben vor.
Wenn du denkst, dass sie genug wissen, erkläre ihnen die Schnitzeljagd und schicke sie los. Bei einer großen Gruppe empfiehlt es sich, mehrere kleine Gruppen zu bilden. Die werden dann mit einem bestimmten Abstand los geschickt. Bei jüngeren Kindern sollte auf jeden Fall in jeder Gruppe ein Leiter dabei sein.
Am Zielort erwartest du deine Minis dann mit Punsch zum Aufwärmen und Plätzchen zum Stärken. Du darfst gespannt sein, was sie erzählen! Welche Sternbilder waren schwierig zu finden? Wie eindrucksvoll waren die Sterne? Wie hell war es doch ohne Lampen? Bestimmt eine tolle Erfahrung!

Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Bedenke, dass die Gruppenstunde nur bei klarem Himmel funktioniert. Du solltest also auf jeden Fall eine Alternative parat haben!