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Seligpreisungen

Gruppenstunde zu den Seligpreisungen

Du brauchst:
• Die Seligpreisungen (Matthäus 5,3-11) einzeln ausgedruckt
• Aktuelle Werbeplakate, die zu jeweils einer der Seligpreisungen passen
 
 
Impuls zum Einstieg:
Bilde mit den Minis einen Stuhlkreis und lege die unterschiedlichen Werbeplakate in die Mitte. Gib den Minis kurz Zeit sich die Werbung genauer anzuschauen und sich ein paar Gedanken dazu zu machen. Das Ziel von Werbung ist es, dem Betrachter das Gefühl zu geben, er bräuchte das angebotene Produkt. Der Verbraucher soll denken, er wäre ohne das Produkt unglücklich, unvollständig oder weniger Wert. Mit dieser Hintergrundinformation kann man Werbung ganz anders betrachten.
Schaut euch deshalb die Werbeplakate noch mal genau an und fragt euch dabei, ob ihr die angepriesenen Produkte wirklich braucht, um glücklich zu sein.
Tauscht euch gemeinsam aus, was ihr zum glücklich sein braucht.
 
Impulsfragen dafür könnten sein:
• Was ist mir besonders wichtig?
• Was/Wer hilft mir, wenn es mir nicht so gut geht?
• Wo kann ich auftanken?
• Was gibt mir ein positives Gefühl?
 
 
Legt nun die vorbereiteten Seligpreisungen zu den passenden Werbungen und lasst das neue Bild auf euch wirken.
 
 
Selig?!
Vielleicht stolperst du beim Betrachten über das Wort „selig“. In unserer Alltagssprache wird das Wort eher selten gebraucht und bestimmt fragen sich auch einige der Minis, was es mit diesem Wort auf sich hat. Selig bedeutet so viel wie, mit sich selbst im Reinen und glücklich sein. Das heißt ihr könnt das Wort „selig“ einfach durch „glücklich“ ersetzen. Dementsprechend trifft Jesus in den Seligpreisungen Aussagen über Glück, aber er vermittelt uns eine ganz andere Vorstellung vom Glück. In gewisser Weise macht Jesus mit den Seligpreisungen auch Werbung. Werbung für das Reich Gottes.
 
Die Seligpreisungen
Die Seligpreisungen sind Teil der Bergpredigt. Jesus richtet sein Wort an die umstehenden Menschen. Er versucht, so viele Menschen wie möglich anzusprechen und mit seiner „Werbung“ zu erreichen. Dabei macht er keinen Unterschied, ob ihm Schriftgelehrte oder Bettler zuhören, er möchte alle ansprechen. Die Seligpreisungen sind dabei wie ein guter Werbespruch, der alle aufhorchen lässt. Da Jesus in den Seligpreisungen die Menschen in den Vordergrund stellt, die sonst gemieden oder von Niemandem beachtet werden, sind viele Zuhörer irritiert.
Wenn ihr euch die Seligpreisungen anschaut, seid ihr vielleicht ein wenig verwundert, da sie sehr widersprüchlich klingen: „Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden.“ (Mt 5,6). Menschen die hungern und dürsten, sollen glücklich sein, wie passt das zusammen? Das Handeln der ausgegrenzten und gemiedenen Menschen stellt Jesus in den Mittelpunkt und er verspricht, dass ihr oft leidvolles und unbequemes Handeln einen Sinn hat und belohnt werden wird. Durch die Aussicht auf das anbrechende Reich Gottes gibt er den Menschen Hoffnung und neue Kraft. Durch diesen positiven Blick in die Zukunft verbessert sich schon die jetzige Situation der Menschen, da sie durch die Seligpreisungen aus der Perspektivlosigkeit befreit werden. Bei ihm fängt das Glück schon jetzt an und nicht erst, wenn man im Besitz einer bestimmten Schokoladensorte ist. Jesus verspricht in den Seligpreisungen, dass auch negative Erfahrungen ihren Sinn haben und Gott auch in diesen Situationen bei uns ist.
 
 
Aktion
Jesus legt in den Seligpreisungen den Fokus auf die Menschen, denen es gerade schlecht geht, oder die eher unglücklich sind und versucht ihre Situation zu verbessern. Wo könnt ihr andere glücklich machen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern?
Du kannst dir mit deinen Minis eine oder mehrere Seligpreisungen aussuchen, die ihr euch gemeinsam genauer anschaut und vielleicht mit einer Aktion verbindet.
 
Beispielhaft habe ich die Seligpreisung zur Barmherzigkeit ausgesucht: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7). Ihr könntet diese Seligpreisung als Aufforderung sehen, darüber nachzudenken, wo ihr in eurem Leben Barmherzigkeit erfahrt und wem ihr barmherzig gegenüber treten wollt.
Schneide mit deinen Minis kleine Herzen aus, auf die jeder anonym schreiben kann, zu wem er barmherzig sein möchte. Ihr könntet die einzelnen Herzen auf eine Stellwand pinnen und in eurem Gemeindehaus aufstellen. Dazu könnt ihr ein Körbchen mit Stiften, Pinnnadeln und leeren Herzen dazustellen und die anderen Gemeindemitglieder einladen, selbst ein Herz zu beschriften und dazu zu pinnen.
 
 
 
 
von Lena Oberlader (aus: [a'ha:] 1-2016)