Menü Meta Schließen

Sonntag, was hat das mit mir zu tun?

Dauer: 90 Minuten
Teilnehmerzahl: 5-20
Alter: 8-11 Jahre
 
Benötigtes Material: :
• ein Schokoriegel als Belohnung
• 7 Kärtchen mit den Wochentagen
• Kärtchen mit Tätigkeiten
• leere Kärtchen und Stift
• Schöpfungserzählung
• 7 Bilder zur Schöpfungserzählung
• Farbstifte und Blätter für alle Kinder
• Bohnengeschichte (aus Anhang)
• ca. 10 Bohnen für jedes Kind
 
Vorbereitung:
Stell einen Stuhlkreis im Gruppenraum auf.
 
Ablauf:
Ankommen: Die „innere Uhr“
• Die Minis haben die Aufgabe aufzustehen und leise zu sein.
• Auf dein Kommando schätzen die Minis für sich eine Minute ab und setzen sich danach hin. Wer am nächsten an den 60 Sekunden dran ist hat gewonnen und bekommt eine kleine Belohnung.
• Nun leitest du zum Thema der Gruppenstunde über. Dabei kannst du darauf hinweisen, dass es im Leben manchmal schwierig ist die Zeit richtig einzuschätzen und dass man nicht immer genau weiß, wo die Zeit eigentlich geblieben ist.
 
Schritt 1: Zeit – Die Einheit des Lebens
• Du legst die Kärtchen mit den sieben Wochentagen in die Mitte des Kreises, sodass diese von allen gut gesehen werden können.
• Zusätzlich legst du Kärtchen mit alltäglichen Tätigkeiten der Kinder und deren Familien aus, wie z. B. Schule, Arbeit, Rasenmähen, Auto waschen, Staub saugen, Fußball spielen, Oma besuchen, Kuchen essen, Training, Zimmer aufräumen, Geschirr spülen, … Diese Liste kann beliebig erweitert werden. Für jeden Mini ist mindestens ein Kärtchen dabei. Du kannst auch Tätigkeiten, die von den Minis benannt werden, auf weitere Kärtchen schreiben
 
Bringen wir mal Ordnung rein…
• Nun nimmt der erste Mini ein beliebiges Kärtchen aus der Mitte und legt es zu dem Tag, an dem er selbst diese Tätigkeit durchführt.
• So sortiert jeder Mini reihum ein Kärtchen zu einem Wochentag bis die Karten alle den Wochentagen zugeordnet sind.
• Anschließend benennen die Minis den Unterschied zwischen den Tätigkeiten vom Werk- zum Sonntag. Im Gespräch kann zum Beispiel folgendes erarbeitet werden: Sonntag als Ruhetag, Sonntag als Tag für die Familie, Zeit für Spiele, Zeit für Ausflüge, Zeit für mich selbst, Zeit für Gott.
 
Schritt 2: Die Sache mit der Ruhe
• Nun klärt ihr die Frage, warum am Sonntag geruht wird und woher das kommt. Diese Frage wird den Minis gestellt und mit ihnen besprochen.
• Im Anschluss daran legst du die sieben Bilder aus dem Anhang aus und liest nach und nach jeweils einen Tag der Schöpfungsgeschichte aus dem Anhang vor.
• Ein Mini legt nach dem jeweiligen Tag das passende Bildchen aus der Mitte zum jeweiligen Wochentag (1. Tag der Geschichte-Montag, 2. Tag-Dienstag, ..., 7. Tag-Sonntag).
• Der siebte Tag wird mit einem Fragezeichen versehen. „Gott ruhte“- was soll das bedeuten? Wie kann ich mir das vorstellen?
 
Schritt 3: Meine Antwort
Diese Frage sollen sich die Kinder selbst beantworten, in dem sie ihre Vorstellungen in einem Bild ausdrücken.
(Beispielsweise ein fernsehschauender Gott, ein Fußball spielender Gott, ein Zeitung lesender Gott, …)
 
Der Galeriegang
Wenn alle Kunstwerke fertig sind, werden sie auf einem Tisch oder an einer Wand ausgestellt. Die Kinder dürfen nun wie in einer Galerie an den Werken der anderen Kinder vorbeigehen und jedes einzelne betrachten.
 
Abschluss
• Die Kinder kommen noch einmal in den Stuhlkreis.
• Die Gruppenleitung stellt ein paar Fragen, die die Kinder zum Nachdenken und Reflektieren anregen sollen.
• Wie sieht mein nächster Sonntag aus?
• Ruhe ich am Sonntag (und an Werktagen)?
• Woraus schöpfe ich Kraft für meine Aufgaben?
• Woraus habe ich in der vergangenen Woche Kraft geschöpft?
• Nach jeder Frage lässt du einen Moment Stille, in der die Kinder sich darüber selbst Gedanken machen können. Wenn Wortmeldungen zustande kommen, kann darüber gesprochen werden.
• Nach der letzten Frage wird die „Bohnengeschichte“ aus dem Anhang vorgelesen oder in eigenen Worten nacherzählt. Danach erhält jedes Kind ein Tütchen mit ein paar Bohnen. Du lädst sie ein, eine Woche lang alle schönen Momente, aus denen sie Kraft schöpfen konnten, mit Hilfe der Bohnen zu zählen.
 
Anhang:
 
Die Schöpfungsgeschichte
 
1. Tag: Am Anfang schuf Gott die ganze Welt. Aber alles war dunkel und leer. Noch lebten keine Menschen, Tiere oder Pflanzen dort. Aber Gott war da. Und Gott sprach: „Es soll hell werden!“ Da wurde es hell. Gott freute sich über das Licht. Er nannte es Tag und die Dunkelheit Nacht. Und Gott sah dass es gut war. So ging der erste Tag zu Ende.
 
2. Tag: Am nächsten Tag sagte Gott: „Über der Erde soll sich der blaue Himmel wie ein Zelt wölben. Von der Erde soll Wasserdampf aufsteigen und sich in den Wolken sammeln.“ Gott freute sich über den Himmel und die Wolken. Und Gott sah dass es gut war. So ging der zweite Tag zu Ende.
 
3. Tag: Am nächsten Tag sagte Gott: „Das Wasser soll zurückweichen, damit Land entsteht.“ Gott nannte das Land Erde und das Wasser Meer. Dann befahl er: „Auf der Erde sollen Büsche, Bäume, Blumen und Gräser wachsen, und die Erde grün und bunt machen.“ Gott freute sich über die bunte Erde und das Wasser. Und Gott sah dass es gut war. So ging der dritte Tag zu Ende.
 
4. Tag: Am nächsten Tag sagte Gott: „Am Himmel sollen Lichter leuchten.“ Gott schuf zwei große Lichter: Die Sonne für den Tag und den Mond für die Nacht. Dann machte er noch viele kleine Lichter dazu: die Sterne. Gott freute sich über Sonne, Mond und Sterne. Und Gott sah, dass es gut war. So ging der vierte Tag zu Ende.
 
5. Tag: Am nächsten Tag sagte Gott: „Im Wasser und in der Luft sollen Tiere leben.“ Und so schuf er die großen und kleinen Fische, die Krebse, die Adler, die Spatzen und noch viele Tiere mehr. Gott freute sich über die Tiere im Wasser und in der Luft. Er sprach zu ihnen: „Vermehrt euch und bevölkert die Meere und die Luft!“. Und Gott sah, dass es gut war. So ging der fünfte Tag zu Ende.
 
6. Tag: Am nächsten Tag sagte Gott: „Auch auf dem Land soll es Leben geben.“ Er machte die vielen Tiere, die auf dem Land leben, wie die Kühe, die Löwen, die Raupen und die Schnecken.
Gott freute sich über die Landtiere. Er sprach zu ihnen: „Vermehrt euch und breitet euch über die ganze Erde aus!“ Und Gott sah, dass es gut war. Dann sagte Gott: „Jetzt will ich noch etwas erschaffen, das mir ähnlich ist. Ich will Menschen machen.“ Und er erschuf den Menschen nach seinem Bild – einen Mann und eine Frau. Gott freute sich über die Menschen. Er sprach zu ihnen: „Vermehrt euch und breitet euch über die ganze Erde aus! Ich vertraue euch alles an, was lebt: Fische, Vögel und die übrigen Tiere, den Wald mit allen Bäumen, die Blumen und übrigen Pflanzen. Geht sorgsam mit ihnen um.“ Gott sah alles an, was er geschaffen hatte und er sah: Es war alles sehr gut. So ging der sechste Tag zu Ende.
 
7. Tag: Am siebten Tag ruhte Gott von seiner Arbeit aus. Er sagte: „Dieser Tag gehört mir. Er ist ein heiliger Tag. Ein Ruhetag.“
 
 

Die Bohnengeschichte
Dies ist die Geschichte eines Grafen, der sehr, sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer war.
Der Graf verließ niemals das Haus, ohne sich zuvor eine Hand voll Bohnen einzustecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und um sie besser zählen zu können.
Jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte – z. B. einen fröhlichen Plausch auf der Straße, das Lachen seiner Frau, ein köstliches Mahl, eine feine Zigarre, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Weins – für alles, was die Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.
Abends saß er dann zu Hause und zählte die Bohnen aus der linken Tasche. Er zelebrierte diese Minuten. So führte er sich vor Augen, wie viel Schönes ihm an diesem Tag widerfahren war. Er freute sich und dankte seinem Schöpfer. Und sogar an einem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen – hatte es sich eben zu leben gelohnt.
 
 
 
Eine Methode der Fachstelle Minis Freiburg, www.mehr-als-messdiener.de
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Schöpfungsgeschichte von http://www.sonderpaed-online.de/unter/schoepf/gesch.htm

Bohnengeschichte von http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/21612/eine-handvoll-bohnen-geschichte-eines-lebenskuenstler/