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Gottesdienst - Brunch

Dauer: 90 Minuten
Teilnehmerzahl: 5-30
Alter: ab 12 Jahren
 
Benötigtes Material:
• Lebensmittel für einen Brunch
• Liedblätter (Die Lieder findest du auf Youtube
und in einschlägigen Liederbüchern.)
 
• Bibelstelle: Kohelet 3, 1-8
• Texte aus dem Anhang
• Kopien mit einem abgedruckten Marmeladenglas
 
Vorbereitung:
• Stelle das Frühstück als Buffet auf einen Tisch am Rand des Raumes bereit.
• Schlage die Bibelstelle auf.
• Verteile die Liederblätter auf den Stühlen.
 
Ablauf:
• Alle kommen herein und setzen sich an den Tisch.
• Gib eine Einführung in die Gottesdienstform der „Agape“:
• Agape kommt aus dem Griechischen und bedeutet eigentlich „Liebe“.
• Die Wurzeln der Agapefeier liegen im frühen Christentum. Damals wurde gemeinsam Mahl gehalten und davor und danach gebetet. So wurde das Mahl zu einer gottesdienstlichen Feier.
• Als Agapefeier wird heute auch ein Sättigungsmahl bezeichnet, das eine Gemeinde nach einer Messe gemeinsam einnimmt
• Lied : Jetzt ist die Zeit
• Bibelstelle: Kohelet 3, 1-8:
 
Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
 
• Lied: Keinen Tag soll es geben
 
Text: Zeit deines Lebens:
Ein Philosophie-Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes leeres Gurkenglas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studierenden, ob das Glas voll sei. Sie stimmten ihm zu.
Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studierenden erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.
Der Professor nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete sie in das Glas. Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenräume im Glas aus.
„Nun”, sagte der Professor, „ich möchte, dass ihr erkennt, dass dieses Glas wie euer Leben ist. Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: eure Familie, euer Partner, eure Freunde, eure Gesundheit, euer Glaube. Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben – euer Leben immer noch erfüllen würden.
Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z. B. eure Arbeit, eure Wohnung, euer Auto.
Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben.
Wenn ihr den Sand zuerst in das Glas füllt, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in eurem Leben: Wenn ihr all die Energie für die kleinen Dinge in eurem Leben aufwendet, habt ihr für die großen keine Energie mehr. Achtet daher auf die wichtigen Dinge, nehmt euch Zeit für eure Familie und eure Freunde, für euren Glauben, achtet auf eure Gesundheit.
Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw. Achtet zuerst auf die großen Steine – sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.”
 
• Anschließend teilst du die Kopien mit dem Marmeladenglas aus. Jeder Mini macht sich Gedanken zu seiner Zeit und malt in das Marmeladenglas seine eigenen großen Steine. Dabei schreibt er in diese Steine hinein, was in seinem Leben die großen Dinge sind.
 
• Tischgebet
Segne, o Gott, dieses Mahl,
das wir und andere aus den Gaben deiner Schöpfung bereitet haben,
auf dass uns Kraft und Fröhlichkeit daraus erwachse.
Segne unsere Tischgemeinschaft,
damit aller Unfrieden fernbleibe von uns.
 
• gemeinsames Essen
 
• Lied: Möge die Straße uns zusammen führen
 
• Abschlussgebet:
Alles hat seine Zeit
Der Aufbruch und das Ziel
Das Wachsen und das Vergehen
Das Fließen der Kraft und das Loslassen
Die Flut und die Ebbe
In Gott ist alles: Anfang und Ende
Gehet nun in die Fluten eures Lebens
Und dann auch wieder in die Ebbe eurer Heimat.
 
Variante:
• Der Text „Zeit deines Lebens“ kann auch vorgespielt werden. Dazu nimmst du ein großes Einmachglas oder ein großes Gurkenglas und spielst während der Erzählung die einzelnen Schritte vor: Erst legst du die großen Steine hinein, dann die kleinen und schüttest zum Schluss den Sand hinein.
 
Eine Methode der Fachstelle Minis Freiburg, www.mehr-als-messdiener.de
 
  
• Text „Ein wenig Lebensphilosophie“ - Verfasser unbekannt, aus: Dorothea Gnau, Christina Hoesch, Den Grund berühren, Spirituelle Elemente für Tage der Orientierung für Schule und Gemeinde © Deutscher Katecheten-Verein e.V. 2009, 2. Aufl., S. 123, www.katecheten-verein.de
• Tischgebet aus Quelle: "DU bist da" von Judith Rosen Thomas Maria Rimmel © 1998 Pattloch Verlag GmbH & Co. KG, München