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Bühne frei!

Dauer: ca. 90 Minuten
Teilnehmerzahl: 4-20
Alter: ab 12 Jahren
 
Vorbereitung:
Suche Orte in der Kirche aus, an denen die einzelnen Szenen gespielt werden können.
 
Ablauf:
Vorbereitende Übung
Du beginnst mit einer Übung, die deine Minis für das folgende Theaterspiel auflockert.
Diese Übung aus dem Bereich des Improvisationstheaters läuft folgendermaßen ab:
- Auf einer von dir festgelegten, imaginären Bühne werden unterschiedliche Bilder dargestellt.
- Eine erste, freiwillige Person betritt die Bühne und nennt für alle hörbar den Gegenstand oder die Person, die sie auf der Bühne darstellt und verdeutlicht dies durch ihre Körperhaltung.
- Nun tritt aus dem „Publikum“ ein zweiter Mini auf die Bühne hinzu und erweitert das Bild um eine seiner Meinung nach passende Person oder um einen passenden Gegenstand.
- In gleicher Weise tritt ein dritter Mini auf die Bühne hinzu und komplettiert das Bild, das nun von drei Personen dargestellt wird.
- Die Person, die die Bühne zuerst betreten hat, verlässt sie nun wieder und entscheidet, welcher der beiden anderen auf der Bühne befindlichen „Bildteile“ stehen bleibt.
- Auf der Bühne befindet sich nun erneut ein einzelner Bildteil, der in oben beschriebener Form durch weitere Personen ergänzt wird.
- Eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! Jeder Mini sollte sich einbringen und mehr als einmal auf der „Bühne“ stehen.
- Beendet das Spiel, wenn euch die Ideen für neue Bilder ausgehen.
- Beispiel:
- Mini 1 betritt die Bühne: „Ich bin ein Baum.“ (Mini 1 stellt mit seiner Haltung einen Baum dar.)
- Mini 2 tritt hinzu: „Ich bin ein Apfel.“ (Mini 2 stellt sich zum Baum dazu und stellt mit seiner Haltung einen Apfel dar.)
- Mini 3 tritt hinzu: „Ich bin ein Vogel.“ (Mini 3 stellt sich zum Baum und Apfel dazu und stellt mir seiner Haltung einen Vogel dar.) Das Bild ist nun komplett.
- Mini 1, der Baum, verlässt die Bühne und nimmt entweder Mini 2 oder Mini 3 mit. Auf der Bühne steht, nachdem Mini 1 und beispielsweise Mini 2 von der Bühne abgegangen sind, nur noch Mini 3, also der Vogel.
- Mini 4 tritt hinzu: „Ich bin ein Nest.“ (Mini 4 stellt sich zum Vogel und stellt mit seiner Haltung ein Nest dar.)
- Mini 5 tritt hinzu: „Ich bin ein Ei.“ (Mini 5 stellt sich zu Vogel und Nest und stellt mit seiner Haltung ein Ei dar.) Das Bild ist nun komplett. Mini 3, also der Vogel, verlässt die Bühne und nimmt entweder das Nest oder das Ei mit.
- Mini 6 tritt hinzu: „Ich bin ein Osterhase.“ (Mini 6 stellt sich neben das Ei und stellt mit seiner Haltung einen Osterhasen dar.)
- Und so weiter…
 
Verknüpfung von Aufgaben des Mini-Dienstes mit anderen Erlebnisbereichen
- Im Folgenden wird die Kirche zur Theaterbühne.
- Dies geschieht, indem ihr einzelne Aufgaben des Mini-Dienstes in einen anderen Zusammenhang stellt. Deine Minis erhalten so zum einen ein Verständnis für die Aufgaben, die sie im Gottesdienst haben. Zum anderen erhalten sie ein Verständnis dafür, warum manche Teile im Ablauf eines Gottesdienstes vorkommen und was sie für den Glauben und die Gemeinde bedeuten.
- Du kannst zu verschiedenen Aufgaben des Mini-Dienstes immer folgendermaßen vorgehen:
 
1. Du liest den Minis eine der Szenenbeschreibungen aus dem Anhang vor.
2. Ihr verteilt die Rollen. Je nach Gruppengröße spielen alle Minis mit oder ein Teil deiner Gruppe wird zur „Zuschauergruppe“.
3. Du besprichst mit den „Schauspielern“, worauf es bei den einzelnen Rollen ankommt.
4. Die „Schauspieler“ spielen die Szene kurz an.
 
Reflexion über die Bedeutung der Mini-Aufgaben
Nach jeder Szene folgt ein Reflexionsschritt, in dem ihr über die Bedeutung des Elements des Mini-Dienstes sprecht. Du bindest dabei die „Zuschauergruppe“ besonders ein:
- Sprecht über die dargestellte Szene. Fragen zur Orientierung können sein:
- Wie mussten die SchauspielerInnen die Szene darstellen, damit sie „echt“ wirkte?
- Was war wichtig in Bezug auf Körperhaltung, Mimik, Gestik und Sprache?
- Welche Anregungen gibt es, damit die Szene noch realistischer gewirkt hätte?
- Bringe die Szene dann in Verbindung mit dem Element des Mini-Dienstes. Sprecht über die Bedeutung dieses Elements und was ihr aus der gespielten Szene für den Dienst lernen könnt. Fragen können hierbei sein:
- Denk mal mit der gespielten Szene im Hinterkopf an diese Aufgabe: Was ist wichtig im Bezug auf unsere Körperhaltung und die Art, wie wir die Aufgabe erledigen?
- Wie erledigen wir die Aufgabe normalerweise? Gibt es einen Unterschied zur gespielten Szene? Ist dieser Unterschied stimmig oder sollten wir die Gestaltung dieser Aufgabe verändern?
- Was nimmst du für deinen Dienst aus dieser Szene mit?
 
 
 
Anhang: Szenenvorschläge
 
Einzug
Der Altarbereich wird zur Mittellinie eines Fußballfeldes, die Minis werden zur Fußballmannschaft. Sie ziehen ein wie zu Beginn eines wichtigen Spieles. Dann stellen sie sich in einer Reihe auf und singen gemeinsam ein Lied, das alle besonders mögen.
 
Kniebeuge
Eine freiwillige Person wird zum König/zur Königin ernannt, die übrigen Minis bilden sein/ihr Gefolge. Sie stehen ihm/ihr mit Respekt und Ehrfurcht gegenüber und zeigen dies, indem sie ihn/sie nach Betreten des Raums durch eine Kniebeuge oder Verneigung begrüßen. (Tipp: Lässt die Zahl der Teilnehmenden dies zu, darf jeder Mini einmal die Rolle des Königs/der Königin einnehmen).
 
Gabenbereitungsprozession
Ein Mini wird zum „Fackelträger“ bei den Olympischen Spielen. Er trägt dazu eine brennende Kerze durch den Kirchenraum bis hin zum Altar, während ihm alle anderen als die BegleiterInnen folgen.
 
Gabenbereitung
Gemeinsam decken die Minis den Tisch, also den Altar, für eine große Feier mit Freunden und Verwandten. Zu diesem Fest ist eine berühmte Person eingeladen, auf die sich alle besonders freuen. Alle Minis helfen mit und nennen Dinge, die sie persönlich wichtig finden, um die Tafel so schön wie möglich zu gestalten.
 
Läuten
Alle Minis sind Händler auf einem Markt im Mittelalter: Es gibt Fischhändler, Händler mit Eiern und Milch, Händler mit Fleisch, Händler mit Gemüse und Obst, …
Ein Mini ist der Herold, der eine wichtige Bekanntmachung vom König hat. Er erhält hierzu die Glöckchen.
Das Spiel startet, in dem die Händler wild durcheinander rufen und ihre Waren anpreisen. Irgendwann läutet der Herold mit der Glocke, die Händler werden ruhig und er verkündet eine wichtige Bekanntmachung, z.B. „Freut euch, Volk von Mitteldorf, euer König kommt in zwei Tagen zu Besuch!“
 
 
Eine Methode der Fachstelle Minis Freiburg, www.mehr-als-messdiener.de