Menü Meta Schließen

Der Weg des Flusses

Ein Fluss.

Er fließt. Einfach so.

Er fließt 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 4 Wochen pro Monat, 12 Monate pro Jahr, und eine Anzahl von Jahren, die niemand weiß.

Aber sein Weg ist vorgegeben.

 

Der Neckar zum Beispiel ist 362 km lang. Danach beginnt etwas Neues.

Und dann? Der Neckar ist ja nicht einfach weg. Er hat einen anderen Namen, er mündet in den Rhein, aber sein Wasser fließt weiter. Er gibt ein Teil von sich weiter. Er hinterlässt seine Spuren.

 

Das ist wie bei uns Menschen.

Wir leben. Einfach so.

 

Wir leben 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 4 Wochen pro Monat, 12 Monate pro Jahr und eine Anzahl von Jahren, die niemand weiß.

 

Wir leben in einem bestimmten Umfeld, unserem Wohnort. Wir arbeiten in einem bestimmten Umfeld, an unserem Arbeitsplatz.

Und immer wieder beginnt auch für uns etwas Neues. Verlassen wir unser Umfeld, sind wir auch nicht einfach weg. Ein Teil von uns geht weiter, aber wir hinterlassen unsere Spuren.

 

 

Der Fluss steht für die Beständigkeit und für die Veränderung.

Er steht für Sicherheit und doch auch für Neues.

 

Immer wenn sich in unserem Leben etwas verändert, wenn etwas Neues beginnt, so haben wir trotzdem die Sicherheit, dass auch irgendetwas bleibt.

 

Denn unser Weg ist vorgegeben. Wie der Weg des Flusses.

 

Und es ist doch ein tolles Gefühl, zu wissen, dass da jemand ist, der mir immer wieder zeigt, wo mein Weg ist und mit mir diesen Weg geht.

 

 

Von Rebecca Löhr