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Eine gute Auswertung als guter Neubeginn

Methoden:
 
Achte bei allen Methoden darauf, dass niemand gezwungen wird oder sich unter Druck gesetzt fühlt, etwas zu sagen! JedeR hat das Recht dazu zu sagen, dass er/sie nichts beitragen möchte oder beizutragen hat. Die Aussagen jedes Gruppenmitglieds auch erst einmal unkommentiert lassen. Jeder hat das Recht auf seine Meinung!
 
Und sinnvoll ist es sich natürlich Notizen über die Ergebnisse, das Gesagte zu machen, um es am Schluss gut auswerten zu können.
 
1. Blitzlichtrunde
In dieser einfachen Methode, darf sich jedeR spontan und kurz und knapp über das vergangene Jahr äußern. Du kannst auch bestimmte Fragen in den Raum werfen und jedeR der dazu etwas beizutragen hat, darf sich zu Wort melden. Auch kannst du rote und grüne Zettel austeilen und jedeR darf etwas Positives und Negatives notieren und ihr heftet das Ganze als Übersicht an eine Pinnwand.
 
2. Mülleimer, Rucksack und Ablage
Bei dieser Möglichkeit benötigst du einen leeren Mülleimer,  einen Rucksack und eine Schreibtischablage oder Ähnliches.
Dann verteilst du Zettel und bittest die Gruppe zu jedem der Symbole etwas zu notieren. Beim Mülleimer das, was sie dieses Jahr nicht gut fanden und was sie gerne nicht mehr haben möchten; beim Rucksack das, was sie sich für die Zukunft wünschen würden und bei der Ablage das, was gut war und sie gerne beibehalten würden.  Gib ihnen etwa 5-10 Minuten Zeit, bevor dann jeder seine Zettel zu den jeweiligen Symbolen zuordnen darf.
 
3. Fotos
Hierbei kramst du alte Postkarten, Fotos mit verschiedenen Motiven heraus (Landschaften, Tiere etc.). Du verteilst sie auf dem Tisch oder dem Boden. Dann darf sich jedes Gruppenmitglied eine Postkarte, ein Foto heraussuchen, mit dem sie das vergangene Jahr und die Gruppe am meisten identifizieren können. Lass der Gruppe genügend Zeit dafür, da es sich um eine etwas komplexere Methode handelt. Hat jedes Mitglied seine Karte gefunden, darf sich jedeR der möchte kurz dazu äußern, was ihn/sie dazu veranlasst hat sich gerade diese Karte auszusuchen. Hierbei kommt vor allem das ganz individuelle persönliche Empfinden jedes Gruppenmitglieds zum Vorschein. Auch hier gilt, wer nichts dazu sagen will, sollte nicht dazu gedrängt werden.
 
4. Skalierung
Hierbei gibt es zwei verschiedene Herangehensweisen. Entweder du malst verschiedene Skalen (z. B. Wie fand ich das Programm das letzte Jahr? Wie empfand ich die Stimmung innerhalb der Gruppe? Wie zufrieden war ich mit unserer Gruppenleitung?) von 1-10 auf ein Plakat und verteilst Klebepunkte. Dann darf jeder seine Punkte auf die Skalen setzen und wer möchte, darf sich kurz dazu äußern.
Eine andere Herangehensweise ist, wenn du der Gruppe eine Skala durch den Raum vorgibst. Die eine Ecke ist die 0 und die andere die 10, dann stellst du verschiedene Fragen und die Mitglieder müssen sich dann jeweils im Raum verteilen. Dann kannst du wenn du möchtest die einzelne Positionen heraussuchen und befragen, warum sie sich gerade so positioniert haben.
Du kennst deine Gruppe am besten und kannst somit entscheiden für welche Reflexionsmethode du dich entscheidest.
 
Zu beachten:
• Bei den Fragestellungen solltest du immer darauf achten, dass sie darauf abzielen, was du wissen möchtest. Als Probe kannst du dir die Frage entweder selbst stellen und beantworten oder du nutzt deinen Freundeskreis als ersten Versuch.
• Es kann immer vorkommen, dass die Antworten vielleicht nicht dem entsprechen, was du dir im Vorfeld ausgemalt oder erhofft hattest. Also nicht enttäuscht sein, sondern es als Motivation und Ansporn für das nächste Jahr nutzen!
• Nach der Gruppenreflexion, kannst du mit der Gruppe gemeinsam auch einzelne Punkte besprechen, die besonders hervorgestochen sind, die der Gruppe am Herzen liegen oder die dir besonders aufgefallen sind.
• Natürlich ist es auch wichtig, das Jahr für dich persönlich Revue passieren zu lassen und dies der Gruppe gegebenenfalls auch mitzuteilen. Denn nur so lässt sich etwas verbessern und gut ins neue Jahr starten.
• Eine solche Auswertung kannst du nicht nur am Ende eines Jahres machen, sondern immer wieder: Dadurch gewöhnen sich deine Minis an die Methode und du weißt, ob du auf dem richtigen Weg bist!
 
von Alexa Mayer