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Bausteine für einen Aussendungsgottesdienst

Lesungsvorschlag:  Apostelgeschichte 16,19-35
 
  
Gedanken zu dieser Lesung
 
Heute (oder andere Zeitangabe) werden wir, die Ministranten/-innen nach Rom aufbrechen. Unter dem Motto „Frei! - Darum ist es erlaubt, Gutes zu tun.“ werden wir gemeinsam mit unzähligen anderen Minis eine Woche voll Glauben, Spaß und Gottesdienst erleben.
Mit der Lesung heute dürfen wir schon ein Stück von dem, was uns erwartet, erfahren und mit Ihnen, unserer Heimatgemeinde, teilen. Wir hören darin von zwei Männern. Einer von ihnen, Paulus, wird uns auf eine besondere Weise in Rom wieder begegnen. Die Kirche St. Paul vor den Mauern, in der wir unsere Gottesdienste feiern werden, ist ihm geweiht. Paulus ist daher ein wichtiger Teil der Wallfahrt. Der andere Mann ist ein  Gefängniswärter, der seinen Dienst in Philippi gewissenhaft erfüllt. Was verbindet nun Paulus und diesen Mann?
Paulus wurde inhaftiert, er sitzt tief unten im Gefängnis, festgebunden mit dicken Ketten und bewacht von eben jenem Gefängniswärter. Sich allein aus dieser Lage zu befreien ist unmöglich, da braucht es jemanden, der die Fesseln löst. Paulus vertraut auf das Wort Gottes, er betet und singt. Da passiert das Unerwartete: Die Ketten lösen sich und Paulus ist frei. Nichts hält ihn mehr zurück. Sein Vertrauen in Gott und sein Wort haben ihm die Freiheit ermöglicht, selbst wieder handeln zu können. Genau das macht Paulus nun. Er möchte diese Freiheit, die er erfahren hat, weiter schenken. Der Gefängniswärter muss zur gleichen Zeit nun feststellen, dass der  Gefangene frei ist. Er ist verzweifelt und hat Angst. Den einzigen Ausweg sieht er darin, sich selbst zu töten. Bisher war er scheinbar frei, all das zu tun, was er möchte und nun stellt er fest, dass seine Freiheit von jemandem anderen abhängt. Daher möchte er wissen, was er tun kann, um gerettet zu werden und so frei zu sein wie Paulus. Paulus erklärt ihm, dass die größte Freiheit durch das Vertrauen auf Gottes Wort geschenkt wird. Gott schenkt uns die Freiheit und in dieser Freiheit wird es möglich, anderen zu helfen und Gutes zu tun.
 
 
Aussendung
 
Jede/r Pilger/in wird von einer Person aus der Gemeinde persönlich ausgesendet und gesegnet. Dazu sucht sich jede/r Pilger/in im Vorfeld des Gottesdienstes eine/n Partner/in aus der Gemeinde, der/die selbst nicht an der Wallfahrt teilnimmt (z.B. Eltern, Freund/in, Gemeindemitglied…). Die Aktion kann nach der Predigt oder am Ende des Gottesdienstes nach dem allgemeinen Segen verortet sein und wie folgt ablaufen:
Die Pilger/innen stellen sich im Chorraum mit dem Gesicht zur Gemeinde auf. Der Gruppenverantwortlich oder ein anderer Teilnehmender der Wallfahrt spricht den Reisesegen. Anschließend kommen die/der Partner/in aus der Gemeinde zu den Pilgern nach vorne. Die/der Pilger/in legt seine Hände in die seines/r Partner/in.
 
 
 
Reisesegen
 
Unser Gott, dem keine Wege fremd sind,
gehe mit uns in neues Land.
 
Er lasse unsere Reisewege sicher sein
und uns wohlbehalten heimkehren an den Ort,
von dem wir aufgebrochen.
 
Er lasse uns Freude finden
an den Werken seiner Schöpfung
und Freude an dem jetzt noch Fremden.
 
Er schenke uns ein feines Gespür und ein offenes Herz,
dass wir nicht nur die Sprache der Menschen verstehen,
sondern auch, was deren Seele schreibt und ihre Träume nährt.
 
Unsere Zunge möge sich freuen an uns unbekannten Früchten
und unsere Augen an Bäumen, Pflanzen und Blumen,
deren Form und Farbe wir noch nie gesehen
und deren Duft die Nase bisher nicht kennt.
 
Er lasse sich finden auch dort,
wo Sein Name anders gesprochen
und die Nachricht von Ihm uns fremd erscheint.
 
So wird unser Herz sich weiten –
und unser Glaube neue Bilder von Ihm entdecken.
 
Er lasse uns heil zurückkommen in unser Haus,
erfüllt von der Schönheit seiner Welt,
erholt und erfreut für unseren Alltag.
 
Das gewähre uns der Gott,
der ausgezogen ist mit seinem Volk in ein neues Land:
 
der Vater, der all das geschaffen,
 
der Sohn, der diese Erde geliebt,
 
und der Geist, der alles in Atem hält. Amen.
 
(Herbert Jung)
 
 
 
Fürbitten
 
Einleitung: Jesus Christus, du bist Mensch geworden, um uns deine göttliche Freiheit zu schenken. Wir bitten dich um deine Nähe und rufen:
 
„Begleite sie auf dem Weg.“
• (Gemeindemitglied) Für alle Ministrantinnen und Ministranten, die sich heute auf den Weg nach Rom machen. Halte du deine schützende Hand über sie, damit sie gesund wieder zurückkehren. Stärke ihre Gemeinschaft und schenke ihnen schöne eindrucksvolle Tage in Rom.
V: Herr Jesus Christus … A: Begleite sie auf dem Weg
 
• (Pfarrgemeinderat/-rätin) Für alle Kinder und Jugendlichen, die sich in der kirchlichen Jugendarbeit engagieren. Sei du ihnen Wegbegleiter. Sei du spürbar da, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Damit der Spaß und das Engagement für die kirchliche Jugendarbeit nicht verloren gehen.
V: Herr Jesus Christus … A: Begleite sie auf dem Weg
 
• (Teilnehmende/-r Romwallfahrt) Für unsere Familien. Lege du deine Hand schützend auf unsere Familien und Freunde, die wir zurücklassen. Damit sie sich keine Sorgen um uns Romwallfahrer machen.
V: Herr Jesus Christus … A: Begleite sie auf dem Weg
 
• (Pastorale/r Mitarbeiter/in) Für unsere Gemeinde. Stärke alle Ehrenamtlichen. Lass sie Wertschätzung erfahren, damit sie weiterhin mit Freude ihrem Dienst nachgehen.
V: Herr Jesus Christus … A: Begleite sie auf dem Weg
  
• (Gruppenleiter/in) Für alle Kinder und Jugendlichen auf der Welt, die auf der Suche nach dir sind. Dass du sie mit offenen Armen in deine Gemeinschaft aufnimmst.
V: Herr Jesus Christus … A: Begleite sie auf dem Weg Schluss: Wir gehen unseren Weg im Vertrauen auf dich, Jesus Christus. Ob nach Rom oder in unserem Alltag. Wir danken dir für dein Angebot der Liebe. Du, unser Bruder und Herr. Amen.