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Meine sieben Sachen

Hier ein interessanter Impuls zum Thema „Rucksackpacken“, bei dem ihr euch mit euren Minis Gedanken darüber machen könnt, wasunverzichtbar für euch ist.
 
Material: Rucksack, Bibel, Zettel, Stifte, evtl. Liederbücher
Alter: Minis ab 13 Jahren
Setting: Minis sitzen in einem kleinen Kreis um einen leeren Rucksack herum
Dauer: ca. 20 Minuten
 
 
Kreuzzeichen und Zusage
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wenn wir jetzt zusammen beten, dann dürfen wir sicher sein, dass Gott ganz nah bei uns ist, hier in unserer Runde.
 
Symbol: Rucksack
Und es ist auch noch etwas anderes in der Mitte: ein Rucksack. Was fällt euch zu dem Rucksack ein? Woran denkt ihr?
So ein Rucksack ist total wichtig, um viele Sachen mitzunehmen; Schulrucksack; Wanderrucksack; große und kleine Rucksäcke, viele Fächer oder nur wenige; er ist praktisch zu verstauen weil anpassungsfähig; er sollte stabil sein und wetterfest; er sollte zu mir passen und auch schonend für den Rücken sein …
 
Meine 7 Sachen…
Wenn ihr euch diesen Rucksack hier in der Mitte einmal anschaut, fällt euch bestimmt auf: da ist ja nicht sonderlich viel drin, besser gesagt: gar nichts.

Angenommen ihr fahrt sieben Tage im August mit den Messdienern in einem Zug nach Rom und ihr dürftet nur sieben Sachen mitnehmen: welche wären das? Überlegt einmal und schreibt die sieben Dinge auf einen Zettel mit eurem Namen auf.
Gebt euren Zettel jetzt eurem linken Nachbarn. Er oder sie darf sich die sieben Sachen durchlesen und muss anschließend zwei streichen, die er oder sie für nicht ganz so wichtig hält.
Jetzt gibt der Nachbar euren Zettel erst wieder an euch zurück, sodass ihr sehen könnt, was gestrichen wurde. Gebt euren Zettel nun an euren linken Nachbarn. Er oder sie darf nun ebenfalls zwei Dinge streichen und gibt den Zettel anschließend an euch zurück.
Schaut euch jetzt nochmal eure Liste an. Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten:
 
a) du bist zufrieden und packst deinen Zettel in den Rucksack in der Mitte; oder
b) du verschenkst freiwillig zwei Sachen auf deiner Liste an eine/n andere/n in der Runde – eine bereits gestrichene Sache und eine noch nicht gestrichene, die du aber danach für dich streichen musst.
 
 
Diskussion
Welche Wahl war für euch besser und warum? Habt ihr Erfahrungen damit, dass ihr euch beschränken musstet oder dass euch jemand etwas gestrichen/weggenommen hat? Wie empfandet ihr die Übung, wie ging es euch dabei?
 
 
Deutungsangebot
Wir in Deutschland sind in vielerlei Hinsicht frei. Unter anderem können wir (fast) alles haben und kaufen und könnten unsere eigenen Rucksäcke gar nicht mehr zubekommen, so viele Dinge hätten wir zur Verfügung. Freiheit ist ein Geschenk. Freiheit schafft Möglichkeiten gut zu leben.         Jesus selbst hat alles, was er war oder hatte, nie für sich behalten – auch seine Freiheit nicht. Er hat sein Leben in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt und sogar anderen ihre Freiheit zurückgegeben.
 
Wort Gottes
In jener Zeit ging Jesus in die Synagoge. Dort saß ein Mann, dessen Hand verdorrt war. Sie fragten ihn: Ist es
am Sabbat erlaubt zu heilen? Sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er antwortete: Wer von
euch wird, wenn ihm am Sabbat sein Schaf in eine Grube fällt, es nicht sofort wieder herausziehen? Und wie
viel mehr ist ein Mensch wert als ein Schaf! Darum ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun. Dann sagte er zu dem
Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und die Hand war wieder ebenso gesund wie die andere.
(Mt 12,9-13).
 
Aktion
Jesus setzt für die Menschen alles ein. Das will von ihren Ursprungsgedanken her auch die Kirche und so werden immer wieder Spenden gesammelt, um Gutes zu tun. Wir als Messdiener helfen dabei mit: wir sammeln über den Klingelbeutel das Geld ein und bringen es zum Altar. Ich mache euch aber jetzt mal einen anderen Vorschlag: lasst uns doch mal schauen, was wir hier so zusammen in unserem Rucksack haben. Vielleicht kommen wir ja auf eine Idee, mit der wir jemandem helfen können.
Z.B. „Buch“ – in einem Seniorenheim eine Stunde lang einen Vorlesenachmittag organisieren;            
„Gitarre“ – gemeinsam auf der Straße oder auf dem Marktplatz singen und Geld sammeln für ein soziales Projekt;
„Fußball“ – ein Benefizspiel mit Leuten aus der Gemeinde auf die Beine stellen, usw.!
 
Gemeinsames Gebet
Herr, unser Rucksack ist nicht leer.
Du hast uns von Anfang an reich beschenkt.
Segne uns in unserer Gruppe,
segne uns auf der Romwallfahrt
und lass uns in deinem Namen zum Segen werden.
Lass uns besonders auf die Menschen achten,
die unfrei sind –
durch Krankheit, Armut, Isolation, Hunger, Gewalt, psychisch oder warum auch immer.
Gib, dass wir hinschauen und handeln
und mach uns Mut, heute und hier zu beginnen. Segne uns
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.
 
 
Lieder
• „Frei, frei, frei, frei“ (T. Sattler), frei downloadbar
http://www.bistummainz.de/bm/dcms/sites/bistum/menschen/jugend/bdkj/themen_projekte/
Ministranten/Romwallfahrt/Rom2014/Musicsheet_Tobias_Sattler_Frei.pdf
• „Liebe ist nicht nur ein Wort“ (beherzt Nr. 146 )