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Gruppenstunde: Kollekte

Kollekte – mehr als nur „Geld sammeln“
Jeder fragt: „Was bringt mir der Gottesdienst?“. Die Frage muss aber heißen: „Was bring ich in den Gottesdienst?“ Keiner geht zum Friseur, bringt den Geldbeutel mit und lässt seine Haare daheim. Das funktioniert nicht. Genauso wenig funktioniert es, in den Gottesdienst zu gehen, zwar das Geld für die Kollekte dabei zu haben, Herz und Gedanken aber daheim zu lassen. Deshalb erinnert die Kollekte: „Gib was von dir, bring dich ein, spiel mit!“.

Switch-Out
Also gut! Bringt euch ein. Hier spielen alle mit:

1. Netzwerk
Zwei von euch halten eine Paketschnur zwischen sich. Ein Dritter setzt sich drauf. Klappt es? Stellt euch jetzt im Kreis auf. Einer bleibt draußen. Werft euch die Paketschnur quer durch den Kreis zu, dann bildet sich in eurer Mitte ein Netz. Legt das Netz auf den Boden – dabei aber weiter festhalten. Die Person, die zugeschaut hat, legt sich nun auf das Netz. Und ihr versucht sie langsam anzuheben. Gelingt es? Wenn nicht, seid ihr noch zu wenig Netzwerker. Geht raus und fragt, wer euch bei einem kleinen Experiment unter die Arme greifen kann. Ab mindestens zehn Trägern müsste das Netz stabil sein. Je mehr Menschen mithelfen, desto mehr Menschen können sie tragen. Stellt euch vor, ihr seid 50 Personen – wie viele könntet ihr dann anheben?

2. Appel un’ Ei
Auch hier geht es nur um eins: Jeder bringt was ins Spiel ein. Nehmt euch einen Apfel und ein Ei mit und klingelt an einem Haus. Erklärt, dass ihr 'nen Appel un' Ei gegen etwas anderes eintauschen wollt, das ihr wieder eintauschen werdet und wieder und wieder und wieder ... Eure Aufgabe ist es dabei also, die Leute dazu zu bewegen, etwas von sich zu geben, und sie zu bitten: „Bring dich ein!“. Das, was ihr am Schluss habt, wird versteigert oder verkauft und der Erlös für einen guten Zweck gespendet.

Switch-In
Was bringe ich mit? Bereitet für den nächsten Gottesdienst viele Zettelchen oder Papier- Herzchen vor, auf denen steht: „Was bringe ich mit?“. Drückt – nach Absprache mit dem Pfarrer – jedem, der in die Kirche kommt, ein solches Herz in die Hand. Bittet die Gemeinde vor der Kollekte: „Kollekte ist mehr als nur Geld einsammeln. Bitte legen Sie heute ihre Spende in die Körbchen und auch die Herzchen, die wir ausgeteilt haben. Denn Kollekte sammelt auch uns selbst ein und bringt und vor Gott.“

Kollekte ist mehr
Reicht es euch bei der Kollekte, Geld nach vorne zu tragen? Spielt nicht was ganz anderes eine wichtigere Rolle für die Menschen? Schaut sie euch an! Sie bringen mehr mit, als nur ihr Geld. Da sind Menschen, die noch den Krieg erlebt haben. Und ganz Junge. Seht ihr ihre Traurigkeit oder das verliebte Funkeln? Seht ihr, wovon sie träumen, oder ob sie ängstlich sind? Das spielt mit im Gottesdienst! Das ist es, was ihr nach vorne tragt. Holt es bei den Leuten ab. Spielt es Gott zu, Geld und Leben, Gedanken und Herz! Denn es ist wirklich so: Gott nimmt es an!

Quelle: Switch – Krea-tiefe Übungen zum Gottesdienst – Herausgeber: Bisch. Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart